Einsel, Stand 27.01.2008

11 Clara Einsel, * 01.11.1859 Berlin, + 02.02.1880 nach der Geburt des ersten Kindes in Stettin (mdl. überl.)oo Carl Joachim Friedrich Hansen

22 Friedrich Ferdinand Ludwig Einsel, Maschinenbaufabrikbesitzer, * 03.07.1830 in Berlin (Q 38), + 07.12.1889 in Berlin (mdl. überl.),
Die Maschinenbauanstalt befand sich(laut Adedressbuch/Berlin 1859) in der Kürassierstraße 22, Maschinenbauanstalt von Einsel/ EG. Im gleichen Haus hat er auch gewohnt mit Familie.
oo 24.05.1856 in Berlin (Q 40) Henriette Emilie Agnes Albrecht, siehe unten

44 Johann George Einsel, Schmiedemeister, Maschinenbauer Gastwirt, Viktualienhändler, * Zoppoten 11.08.1790, + 04.01.1851 in Berlin (Q 10)
oo Carolina Friederika Pauli, Mutter von 8 Kindern

88 Johann Nicolaus Einsel, Handarbeiter/Tagelöhner, * in Zoppoten 14.04.1747, + 25.12.1813,
ooII 12.01.1785Zoppoten (Q 10) Eva Elisabeth Kauferstein, * 01.12.1757 in Friesau, get. 02.12.1757, + 11.07.1801 in Zoppoten

176 Andreas jun. Einsel, Gerichtsschäfer und Wirtelmann/Bauer, * 28.10.1703 in Zoppoten, + 20.02.1761,
ooII 28.03.1743 (Q 10) Anna Elsabe Orlamünder, get. 12.12.1718 in Zoppoten, + 25.07.1782 (Q 10)

352 Andreas Einsel, * 05.09.1667 Zoppoten, + 1742 (Q 10),
oo Zoppoten 05.09.1667 Cath. Marg. Sieber, Mutter von 2 Söhnen (Q 10)

704 Adam Einsel, * vor 1620, begr. Zoppoten 09.02.1697

Albrecht

23 Henriette Emilie Agnes,* 16.06. getauft 01.07.1832 in Berlin, Paten : Hr. Danckwart, Billeteur, Hr. Albrecht, Maler, Mad. Albrecht, Mad. Krüger, Mad. Sanne und Demois. Amalie Danckwart, Mutter von 8 Kindern (Q 39).
oo Friedrich Ferdinand Ludwig Einsel, siehe oben

46 Johann Heinrich Albrecht,
Gelbgießermeister und Bürger in Berlin, Lindenstr. 57, * 24.06.1798 in Berlin, + 01.02.1889 in Berlin (Q 10)
oo Dorothea Henriette Luise Danckwart, siehe unten

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin hat unter http://adressbuch.zlb.de/index.htm Berliner Adressbücher online gestellt.

1832-35 Albrecht H. Gelbgießer Lindenstr. 57
1836 Albrecht H. Roth- u. Gelbgießer Lindenstr. 57
1837-45 Albrecht H. Gelbgießer Lindenstr. 57
1846-58 Albrecht H. Gelbgießer Alte Jacobstr. 23
1859 Albrecht H. Gelbgießer Jüdenstr. 3
1859 Albrecht, H. jun. Gelbgießer Alte Jacobstr. 23
1860 nur noch Albrecht, H. jun.gefunden

92 Gottlieb Heinrich Albrecht (Q 10),

Danckwart

47 Dorothea Henriette Luise Danckwart, * 24.11.1804 in Berlin, + 09.05.1862 in Berlin (Q 10),
oo Johann Heinrich Albrecht, siehe oben

94 Johann Heinrich Danckwart, get. 03.02.1762 in Berlin, + 12.05.1836 in Berlin (Q 10),
oo 15.11.1795 in Berlin (Q 10) Dorothea Elisabeth Rubrecht, siehe unten

188 Johann Christoph Danckwart, + Berlin 23.10.1798,0oo Berlin 28.02.1758 Maria Dorothea Schultze, get. 18.2.1731 in Wusterhausen/ Dosse, begr. 9.6.1799 in Berlin (Q 10)

Rubrecht

95 Dorothea Elisabeth Rubrecht, * Potsdam 06.02.1770, + Berlin 30.10.1818 (Q 10)
oo15.11.1795 in Berlin (Q 10) Johann Heinrich Danckwart, siehe oben

190 Johann Samuel Ruprecht, Regimentstambour in Potsdam, Er durfte nicht heiraten. In Potsdam bestand eine Legitimierungsregel, die den entstehenden unehelichen Kindern eine ordnungsgemäße rechtliche Stellung gab, tatsächlich ist unsere Vorfahrin, die 1770 geborene Tochter Dorothea Elisabeth Ruprecht, als eheliches Kind später getraut worden, und ihr Bruder konnte das Berliner Bürgerrecht erwerben, wofür eheliche Geburt sonst Voraussetzung war. (Q 10)
Anna Louisa Grundt, 5 Kinder (unehelich) (Q 10)

WILDE EHEN DER FRIDERIZIANISCHEN ZEIT

"Wem einmal in Potsdam die Kirchenbücher des 18. Jahrhunderts zugänglich waren, wird darin von "Liebsten", "Grenadierliebsten", "Soldatenliebsten" gelesen haben. Aus diesen Quellen erfährt man die Taufen von Kindern, deren Väter Grenadiere und deren Mütter Liebsten waren. Ferner, daß Grenadiere mit ihren langjährigen Liebsten zum Traualtar traten, und daß Grenadier- und Soldatenliebsten das Zeitliche segneten. Eine derartige Bezeichnung mutet zunächst fremd an. Sie wird uns aber klarer, wenn wir Julius Haeckels "Geschichte der Stadt Potsdam", Potsdam 1912, zur Hand nehmen, die uns mitteilt, daß während der Regierungszeit Friedrichs des Großen nur ein Fünftel der Soldaten heiraten konnten, wogegen sich die übrigen Vaterlandsverteidiger mit geduldetem Konkubinat begnügen mußten. Ausführlicheres hierüber hören wir weiter durch ein in der Bücherei des vormaligen Ersten Garde=Regiments zu Fuß befindliches Werk eines Ungenannten, betitelt: "Brief eines alten preußischen Offiziers, verschiedene Charakterzüge Friedrich des Einzigen betreffend", Hohenzollern, 1790. Die Urheberschaft dieser Briefe schreibt man einem Hauptmann von Kaltenborn zu.
Da heißt es:
"Fand ein Potsdamer Grenadier ein Mädchen, das ihm gefiel (meistenteils war das Waisenhaus der Ort, wo er es suchte), so fragte er es, ob es mit ihm leben wollte. Nahm das Mädchen das Anerbieten an, so meldete er sich bei der Kompagnie. Der Kommandeur gab ihm darauf einen Zettel, auf dem weiter nichts stand, als: " Der Grenadier N.N. hat die Erlaubnis, die Liebste N.N. als Liebste zu sich zu nehmen." Auf diesen Zettel hin mußte, wenn das Mädchen irgendwo diente, die Herrschaft es augenblicklich entlassen, oder der Bürger in Potsdam seine Tochter, oder der Waisenhausvorsteher die Person verabfolgen lassen. Der Soldat bekam darauf ein anderes Quartier, wo er mit dieser Art von Frau so lange lebte, als es ihnen beiden gefiel. Wollte er nach wenigen Tagen oder Wochen die Verbindung wieder trennen (doch hat man verschiedenen Beispiele gehabt, daß sie bis in das entfernteste Alter, wo sie der Tod auflöste, gedauert hat), so meldete er sich bei der Kompagnie, bezog sein altes Quartier und die Frauensperson blieb entweder auf ähnliche Bedingung bei einem anderen Soldaten, oder sie ging hin, wohin sie konnte oder wollte. Niemand durfte ihr darüber den geringsten Vorwurf machen, auch war man in Potsdam dies so gewohnt, daß man gar nicht die geringste Rücksicht darauf nahm. Entstanden aus dieser in Europa einzigen Art von Verbindung Kinder, so gab sie die Mutter, sobald sie wollte, ins Waisenhaus; und wenn sie die Liebste bei einem Grenadier gewesen war, so mußte das Kind unweigerlich angenommen werden."
Befremdlich klingt diese Mitteilung. Aber aktenmäßige, im Potsdamer Stadtarchiv als Seelenlisten aufbewahrte Aufzeichnungen aus dem Jahre 1779 bestätigen des Ungenannten Darstellungen. Bei diesem Quellenstoff handelt es sich um behördliche Feststellungen, nämlich um die Unterlagen für eine Volkszählung. Wertvolle Nachrichten über Potsdams Bevölkerung lassen sich aus diesen Listen schöpfen. Wir erfahren aus ihnen, daß die mit Grena-dieren in wilder Ehe lebenden weiblichen Personen die amtliche Bezeichnung "Liebsten" führten. Sie wiederholt sich auch anderweitig, so z.B. in einem Schreiben des Obersten von Scheelen vom 1 Bataillon Garde aus dem gleichen Jahre. Aus den erwähnten Seelenlisten konnten wir 422 Liebsten feststellen. Sie zählten nicht zu der,der militärischen Gerichtsbarkeit unterstellten Bevölkerung, sondern zu der bürgerlichen und wohnten fast ausschließlich in der Innenstadt, da die Grenadiere bekanntlich in den Vorstädten Potsdams Aufenthalt nicht nehmen konnten. Nur eine Liebste fand in der brandenburger Vorstadt und eine in Nowawes Unterkunft. Erwähnenswert bleibt noch, daß sich im Ordonnanzhause eine Liebste, ferner nach dem Berichte des bereits genannten Offiziers einige Liebsten in der Kaserne des 1. Bataillons Garde befanden. Nicht selten treffen wir mehrere Liebsten in einem Hause an, so unter anderem in 6 Fällen je 4, in je einem Falle 5, 6 und 7. Mehrfach mußten sie die jedenfalls beschränkte Wohnung noch mit der Mutter teilen. Wie wir bereits dem Briefe des Ungenannten entnehmen konnten, erregte das Zusammenleben eines Grenadiers mit seiner Liebsten nicht dch bei der Kompagnie, bezog sein altes Quartier und die Frauensperson blieb entweder auf ähnliche Bedingung bei einem anderen Soldaten, oder sie ging hin, wohin sie konnte oder wollte. Niemand durfte ihr darüber den geringsten Vorwurf machen, auch war man in Potsdam dies so gewohnt, daß man gar nicht die geringste Rücksicht darauf nahm. Entstanden aus dieser in Europa einzigen Art von Verbindung Kinder, s keineswegs mit Beendigung der Militärzeit auf. Die Seelenlisten verzeichnen auch Lakaien-, Bedienten- und Jägerliebsten. Nicht immer blieben die Liebsten beim Ausrücken der Grenadiere in das Feld in Potsdam zurück. Aufzeichnungen aus dem Jahre 1779 lassen ersehen, daß auch einige in dem vorangegangenen Jahre ihren Soldaten zum Bayrischen Erbfolgekrieg gefolgt waren.
Was nun die Kinder betrifft, die dieser eigenartigen Verbindung entsprossen, so ist die Zahl der sich unter der Obhut ihrer Mütter befindlichen Sprößlinge verhält-nismäßig gering. Wir verzeichnen in 135 Fällen je 1 Kind, in 75 Fällen je 2 Kinder, in 20 Fällen je 3 Kinder, in 7 Fällen je 4 Kinder und in 2 Fällen je 5 Kinder. 183 Liebsten werden ohne Kinder nachgewiesen. Ohne Zweifel bestätigen diese Zahlen, daß sich eine nicht zu unterschätzende Anzahl Kinder im Großen Militärwaisenhause befand.
Wir dürfen als bekannt annehmen, daß die Grenadiere Friedrichs des Großen bei ihrer knappen Löhnung in bedrückendster Armut lebten. Es kann deshalb nicht weiter Wunder nehmem, wenn die Liebsten überwiegend berufen waren, für das tägliche Brot mitzusorgen. Man findet sie deshalb als Aufwärterinnen, Näherinnen, Spinnerinnen, Schneiderinnen, Wäscherinnen usf. tätig. Sogar Handwerke sollen sie nach dem Quellenstoff betrieben haben. Die Seelenlisten erzählen uns von einer Tätigkeit als Maurer, Schlosser, Schuhmacher, Drechsler, Leinweber, Strumpfweber usw. Es kann einigermaßen fraglich erscheinen, ob wir es hier mit der Ausübung eines selbständigen Handwerkes zu tun haben. Die Soldaten jener Zeit beschäftigten sich auch in den verschiedensten bürgerlichen Gewerbebetrieben Potsdams, weshalb es nicht ausbleiben konnte, daß die Liebsten ihren Grenadieren in den von ihr betriebenen Handwerken Hilfe leisteten. Andererseits lassen sich durch die Seelenlisten auch Fälle feststellen, die auf günstigere Verhältnisse schließen. Mehrfach begegnen uns Liebsten, die sich Gesinde hielten, ja in einem Falle beim Vorhandensein von 5 Kindern 3 weibliche Dienstboten. Eine Liebste war sogar Hausbesitzerin." (Q: Werwack, Friedr.: "Wilde Ehen", in Familiengeschichtliche Blätter, 28. Jahrgang 1930, Heft 10/11,

Kirchenbücher Zoppoten:

Zwar kommen im Kirchenbuch von Saalburg öfters Menschen aus Zoppoten vor, das liegt aber nur an der räumlichen Nähe. Richtig ist aber, daß Zoppoten ein eigenes Buch in eigener Pfarre hat.
"Zum Diöcesanverbande der Pflege Saalburg gehören: die Stadt Saalburg mit den Filialen Gräfenwarth, und Kulm mit den eingepfarren Dörfern Wernsdorf und Raila, und die Parochie Seubtendorf mit dem Pfarrorte gleichen Namens und den Filialen Künsdorf und Langengrün, einem ebersdorf´schen Orte, während Schilbach, als Filial von Tanna, in die Ephorie Schleiz gehört, Pöritzsch aber und das herrschaftliche Vorwerk Niedergrün nach Zoppoten gepfarrt ist."
(Quelle: Kirchen-Galerie der Fürstlich-Reußischen Länder, Zweite Abtheilung, Dresden circa 1843, Seite 2).

Das Pfarramt Zoppoten ist derzeit leider vakant und man weiß nicht, wann es wieder besetzt wird. Es gibt dort zeitweise Vertretungen. Anfragen sollten Sie in Briefform stellen, und zwar entweder an das Pfarramt Zoppoten oder das Pfarramt Lobenstein. Die Beantwortung kann allerdings dauern.

Für folgendes ist zu danken:

----- Original Message -----
From: "Joachim Herrgesell"
Sent: Saturday, January 26, 2008 7:13 PM
Subject: Zoppoten

(Quelle: Kirchen-Galerie der Fürstlich-Reußischen Länder, Zweite Abtheilung, Dresden circa 1843, Seiten 46-47):